Busbarrieren

300 m vor mir auf dem breiten Berghäuschensweg hält ein Bus an der Haltestelle, blockiert die leere Fahrbahn. Überholen wegen Mittelstreifen unmöglich. Eine junge Frau steigt aus und tut das Erwartete. Sie geht zur Ampel hinter dem Bus. Und drückt auf die Ampel. Der Bus fährt los, ich muß weiter warten. Entspannt geht die Frau über die Strasse, die Ampel springt wieder auf grün – und ich darf weiterfahren. Wunderbar.

 

 

 

Wer hat‘s erfunden? Die Grünen. Was war der Grund? Der Bürger sollte vom Auto auf den Bus umsteigen, schon mal ein Gefühl dafür entwickeln, daß es gar nicht so schlimm ist, im Schlafwagentempo durch die Stadt zu zuckeln.

 

Kein Gedanke daran, daß Leistungsträger wertvolle Zeit verplempern. Zeit.

Kein Gedanke daran, daß Lieferanten ebenfalls wertvolle Zeit verlieren.

Kein Gedanke daran, daß Kunden deshalb nicht mehr in die Innenstadt, sondern gleich nach Düsseldorf fahren.

 

Nein, wir doch nicht, bei uns hat die Umwelt Vorrang. Darum setzen CDU und Grün/Rot/Rot den Bus-Hindernis-Wettlauf ungerührt fort.

 

Hat jemand jemals daran gedacht, daß der Bürger in allem zum Schafwagentempo erzogen wird? Dann ist er viel friedlicher und viel leichter zu führen!

Hat jemand jemals daran gedacht, warum unsere Hochhäuser und Brücken drei Jahre brauchen, die Chinesen nur drei Monate bis zur Fertigstellung?

Hat jemand jemals daran gedacht, daß Deutschland sich damit bestens verlangsamt, nämlich zum Entwicklungsland?

 

Wir haben ja Zeit.