Benachteiligungen gehören zum Alltag der AfD

von Dirk Kranefuss

 

 

Für unseren Stammtisch von Anfang August hatten wir einen Raum in einer gutbürgerlichen Gaststätte gebucht. Einige Tage später meldete sich der Gastwirt: Unser Stammtisch hätte sich als Veranstaltung einer politischen Partei herausgestellt. Wenn wir uns erkundigen würden, könnten wir feststellen, dass es einen sogenannten Stolperstein vor der Tür gäbe. Aus dieser persönlichen Reflektion wäre es für ihn unerträglich, Mitglieder unserer Partei zu bewirten.

 

Hier meine Antwort:

 

Ich respektiere Ihre Entscheidung, im Ergebnis jedoch nur, wenn Sie Veranstaltungen anderer Parteien ebenfalls nicht zulassen. Denn wir sind eine Partei, die in fast allen Kommunen und Landtagen und demnächst auch im Bundestag vertreten ist, wie die anderen Parteien auch. Ich selbst bin demokratisch gewählter AfD Stadtrat in Neuss.

 

Und wir sind eine demokratische Partei, anderenfalls würden wir sofort verboten. Und aus Sicht der AfD sind wir die einzige Partei, die Rechtsstaatlichkeit hochhält und die Rückkehr zum Grundgesetz. Und wie Sie sich erinnern, wurden wir zunächst als euro-kritisch wahrgenommen, dabei thematisieren wir neben vielen anderen Themen auch die Vertragsbrüche bei der Energiewende und schließlich die schutzlosen Grenzen, die für namhafte Verfassungsrechtler ein eklatanter Verfassungsbruch sind.

 

Trotzdem oder gerade deshalb werden wir von den etablierten Parteien und den von ihnen abhängigen Medien verteufelt, weil sie Angst davor haben, Geld und Einfluss zu verlieren. Schon damals, als wir noch als Ein-Themen-Partei wahrgenommen wurden, bezeichnete uns Schäuble vorsorglich als „Schande für Deutschland“.

 

Ich selber trete für Meinungsfreiheit und Datenschutz ein, die mit verfassungswidrigen Gesetzen von der Bundesregierung gerade verletzt werden. Trotzdem werde ich pauschal als rechtsradikal diffamiert. Und das funktioniert auch. Denn heute ist „rechts“ ein Totschlagargument gegen alles, was sich kritisch gegenüber der Regierungspolitik äußert.

 

Insofern habe ich mit der AfD auch viele Stolpersteine zu überwinden, ähnlich wie Sie vor Ihrer Tür. Unsere Bundesvorsitzende Frauke Petry war deshalb in gleicher Mission gerade in Israel, und ich glaube, bei Ihnen auch einen Stolperstein wegräumen zu müssen.

 

Bei der Beseitigung dieser Stolpersteine helfen uns viele Intellektuelle, auch der Jude Henryk M. Broder mit seinem Blog „Die Achse des Guten“. Der ist ebenfalls fassungslos über die Überflutung mit Zuwanderern aus den Problemzonen der Welt, vor allem von Muslimen, die von Integration, Rechtsstaatlichkeit und Minderheitenschutz nichts halten.

 

Ich bitte Sie deshalb herzlich, sich über die AfD nicht nur durch Regierung und Hofpresse zu informieren, sondern auch durch alternative Medien, solange sie noch existieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dirk Kranefuss

 

PS Meine Erwiderung überreichte ich ihm persönlich und führte noch ein gutes Gespräch.