Wenn Argumente fehlen, ist Diffamieren hilfreich

von Dirk Kranefuss

 

Können Sie sich noch an die Anfänge der AfD erinnern?

 

Die AfD war gegen den Euro, gegen die Windräder, gegen die Flüchtlinge, gegen den Euro wegen Bruch der Maastricht-Verträge, gegen die Windräder wegen Bruch der Energie-Verträge, gegen die Flüchtlinge wegen Verfassungsbruch.  Und sie erntete mit ihrer Kritik so viel Zuspruch bei der Bevölkerung, daß die Altparteien schier verzweifelten.

 

Eine Schande für Deutschland nannte Schäuble sie deshalb vorsorglich, man könne solch komplizierte Themen nicht auf einen einfachen Nenner bringen. Und lieferte die Begründung:

Gegen den Euro sei europafeindlich, gegen die Windräder sei klimafeindlich, gegen die Flüchtlinge sei fremdenfeindlich.

 

Die AfD sei ausschließlich populistisch, sagten die Altparteien, insbesondere die Äußerungen von:  Petry zum Schiessbefehl, von Frau von Storch, auf Frauen und Kinder schiessen, von Gauland zu Boateng.

 

Dass den Betroffenen die Äußerungen in den Mund gelegt und so nicht gesagt wurden, egal.

Dass die AfD die einzige Partei war, die Rechtsstaatlichkeit einforderte, egal.

Dass die Altparteien fast ausschließlich den Wegen von Geld und Macht folgen, egal.

 

Diffamierung war angesagt:  War die AfD zuerst eine Professorenpartei, wurde sie dann zur Proletenpartei und jetzt mit Hilfe von Correctiv-Wärter David Schraven zu einer Prostituiertenpartei.(https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2017/correctiv-vermeintlicher-sexskandal-wird-zum-eigentor/)

 

Das regierungsnahe Wissenschaftszentrum Berlin schiebt noch nach, dass die AfD über 20 Prozent so arme Mitglieder hat, dass sie von ihrem Landtagsjob leben müssen. Im Vergleich zu den Altparteien ist das wenig, könnte man sagen.

 

Auch dass über 20 Prozent der AfD aus rechtsextremen Parteien kommen, wäre wenig. Der Vorwurf tut trotzdem weh, denn während CDU und SPD ihre Mitglieder ohne Prüfung aufnehmen, ist die AfD die einzige Partei, die keine Mitglieder aufnimmt, die vormals in der NPD waren.  (http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/studie-viele-afd-fraktionen-scheuen-sacharbeit-15057846.html)

 

Die AfD ist zudem eine bürgerliche Querschnittsbewegung, die Zulauf gleichermaßen von den Linken über Grüne, SPD bis hin zur CDU bekommt.

 

Doch die Verteufelungsstrategie wirkt, insbesondere verstärkt vor der Bundestagswahl.

Merkel dagegen Staatsmännin in China, Nord- und Südamerika. Reist um den ganzen Globus. Jetzt sogar in Afrika, wo sie das Flüchtlingsproblem ganz nebenbei löst

 

Die meisten Deutschen finden das gut. Unterstellen sie doch stets rechtsstaatliches Handeln. Und sind so obrigkeitsgläubig, dass sie ihren Führern eher in den Untergang folgen als an ihnen zu zweifeln.

 

Dass die Probleme nicht beseitigt sind, zählt nicht. Euro und Windkraft stehen nach wie vor auf der Kippe. Flüchtlinge sind immer noch nicht gestoppt, über den Familiennachzug wird gar nicht erst berichtet.

 

Dass die innere und äußere Sicherheit gefährdet ist, die Gefahr viel größer ist, wird nicht geglaubt. Was soll´s.

Nach der Bundestagswahl darf vielleicht darüber geredet werden. Dann aber ist es zu spät.