Kommentar: Die "Mathekisten" des Rotary-Clubs

von Rolf Werle

 

Mit großer Freude las ich in der Tagespresse von der Aktion „Mathekiste“ des Rotary-Clubs Kaarst-Korschenbroich. Ich möchte dem Rotary-Club hiermit Dank und Anerkennung aussprechen für diese erfreuliche Initiative.

 

Ich sehe Parallelen zwischen dieser Initiative und den bildungspolitischen Zielen der AfD. Die AfD hat sich zum Ziel gesetzt, die sozialistischen Bildungsexperimente der vergangenen vierzig Jahre zu stoppen bzw. rückgängig zu machen. Die öffentlichen Schulen müssen wieder primär Stätten der Wissensvermittlung werden.

 

Ähnliches gilt auch für die Kindergärten. Unter der Prämisse: „Wir wollen keine Eliten züchten!“ gab es ab Anfang der 1970er Jahre besonders in NRW weitverbreitete Bestrebungen, alles was nur annähernd an Lernen bzw. die späteren schulischen Elementarfächer erinnerte, aus den Kindergärten zu verbannen. Kinder sollten in erster Linie spontan und lebhaft sein. Die pädagogische Qualität eines Kindergartens zeigte sich, plakativ nach außen getragen, in dem Ausmaß der mit Fingerfarben bestrichenen Fensterscheiben.

 

Mit der Mathekiste setzt der Rotary-Club nun erfreulicherweise wieder andere, wertkonservative Akzente. Die Mathekiste verfolgt nicht das Ziel der ideologisch motivierten Gleichmacherei auf niedrigstem Niveau. Sie fördert Kinder, die auch in diesem frühen Lebensalter schon ein erstes Interesse für die Welt der Zahlen mitbringen. Sie akzentuiert die Wertigkeit dessen, was Kinder später dann unter der Bezeichnung Elementarfach in der Schule wiederfinden.

 

Kurzum, die Mathekiste ist eine wichtige und anerkennenswerte Initiative.